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Tipp # 1: Behalten Sie Ihr Finanzierungskonzept im Auge

Wer selbstständig oder freiberuflich arbeiten möchte, wird sich zwangsläufig mit einem eigenen Finanzierungskonzept auseinandersetzen müssen. Oft wird dieser Punkt jedoch bei der Existenzgründung nur beiläufig oder überhaupt nicht berücksichtigt. Das dies ein großer Fehler ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass viele Selbstständige und Freiberufler an einem frühzeitigen, finanziellen Aus scheitern.

Die zuvor gründlich durchdachte Geschäftsidee und die angeeigneten Fähigkeiten verlieren auf einen Schlag ihren Wert, wenn sie nicht von einer soliden Finanzführung getragen werden, die Maßgeblich für den Erfolg der eigenen Unternehmung mit verantwortlich ist. Es lohnt sich daher, sich sehr intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen, da es hierbei um das Bestehen oder Nichtbestehen der eigenen Unternehmung geht.

Überblick verschaffen

Bevor der Schritt in die Selbstständigkeit gegangen wird, sollte man sich also zunächst einen gründlichen Überblick über die eigenen finanziellen Mittel verschaffen. Reichen diese für das eigene Vorhaben nicht aus, müssen Kredite zur Existenzgründung in Betracht gezogen werden. Wichtig ist dabei jedoch, nicht den Blick für die Wirklichkeit zu verlieren und die zu erwartenden Einnahmen realistisch einzuschätzen.

Regelmäßig hat es sich bewährt, die Einnahmeprognose unterhalb der durch Marktanalyse ermittelten Einnahmemöglichkeiten anzusetzen. Diese Grundüberlegung sollte dabei bei jedem Finanzierungskonzept die Basis bilden.

Auf dieser Basis werden weitere finanziell relevante Belange der Unternehmung aufgebaut. Wichtig ist, dass ein Finanzierungskonzept dabei keine einmalige Angelegenheit ist. Vielmehr handelt es sich um einen Begleiter, der der jeweiligen Wirtschaftlichen Situation angepasst werden muss.

Werden mehr Einkünfte erzielt als im Finanzierungskonzept prognostiziert, müssen die Werte um den Faktor des Überschusses angepasst werden. Gleiches gilt selbstverständlich auch für den entgegengesetzten Fall.

Trennung von Liquidität und Finanzierung vornehmen

Ein weiterer schwerwiegender Fehler, der von Selbstständigen und Freiberuflern aus Gründen von Unwissenheit begangen wird, ist, dass im Finanzierungskonzept keine strickte Trennung von Liquidität und Finanzierung vorgenommen wird.

Oft übersteigt die Finanzierung von Einzelanschaffung oder von Verbrauchsgütern den finanziellen Spielraum derart, dass dem Unternehmen kein „freies“ Geld zur Verfügung steht. Somit wird der Unternehmung jegliche Möglichkeit genommen zu wachsen, da etwa Aufträge mangels zur Verfügung stehenden Geldes nicht bearbeitet werden können und folglich einkalkuliertes Einkommen ausbleibt. Von daher ist in jedem Finanzierungskonzept auf die Trennung von Liquidität und Finanzierung zu achten.

Um mit seiner Unternehmung erfolgreich sein zu können, bedarf es folglich in jedem Fall ein Finanzierungskonzept. Selbstverständlich ist dabei nicht jeder so bewandert, als dass das Konzept auch die angestrebten Vorteile mit sich bringt. Wer Probleme mit der Erstellung und Pflege eines ausführlichen Finanzierungskonzepts hat, findet bei seinem Steuerberater die nötige Hilfe, um sich gezielter mit der Unternehmung selbst auseinander setzen zu können.